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Angeregt zu diesem Gedicht
wurde ich  durch einen Wettbewerb mit dem gleichnamigen Titel.
Zu einem Preis oder Aufnahme in die Anthologie hat es nicht gereicht,
aber es gefällt mir dennoch sehr gut.
Ich habe lange gebraucht,  dazu etwas aufs Papier zu bringen, und dann plötzlich,  zwei Tage vor Einsendeschluß, habe ich es  in einem Rutsch geschrieben, ohne später wesentliches zu verändern.
               
 

 
 

                      

                

.

Vom Lastkran, 
der eine Schiffssirene
sein wollte


Wo die großen Frachter liegen 
und am Kai wenn's abends dunkelt 
Ratten um die Ecke biegen 
Hafensilhouette funkelt, 

steht ein Kran mit steifem Rücken. 

Ach - zuwider ist ihm diese 
Plackerei tagaus, tagein.
Still träumt er sich aus der Krise, 
möcht' viel lieber Sänger sein.

Denkt's bei sich und reckt den Arm 

starr in blauen Abendhimmel. 
Lauscht den Wellen stundenlang, 
aus dem Hafen tönt Gebimmel,
und von fern erklingt Gesang -

der Sirenen sanftes Tuuuuuten.

Ach, wie schön wär's doch - denkt er - 
wenn ich 'ne Sirene wär, 
wenn ich eine herrlich fette, 
tiefe warme stimme hätte, 

nicht so krächzend wie die meine. 

Plötzlich hört er in der Nähe 
schüchtern flüsternd ein Getute: 
"Oh, wie schön bist du", und ehe 
er noch weiß, wie ihm zumute,

schaut ihn aus 'nem Schlepperkahn

eine Schiffssirene an, 
und bewundernd flötet sie: 
"Solche Kraft sah ich noch nie!"
Staunen schwingt in ihrer Stimme. 

Er kann's überhaupt nicht fassen, 

augenblicklich geht's ihm besser, 
alle Trübsal ist verflogen -
sie umschmeichelt ihn noch kesser 
sagt, wie sehr sie ihm gewogen. 

Und der Kran, er macht sich grade, 

stolz reckt er das Haupt und sagt sich: 
Ja, Sirene hat wohl recht, 
stark wie ich ist kaum ein andrer 
und die Wunderbare mag mich. 

Kran sein ist, weiß Gott, nicht schlecht 
:-)

 Herbst 2001


Hi madonna

Du hast es wahnsinnig gut ausgetüftelt! 
Ich hätte Dir einen Preis gegeben!
Aber unter uns: Ich war bass erstaunt,
als ich las, dass der Text für einen Wettbewerb
geschrieben...... 
Und dachte beim ersten Lesen glatt,
hier kommt Madonnas feinfühligere Version von
einem, der sich weit nach oben zu anderem
als dem Gegebenen reckt ...

                       manina      27.02. 2002

  Ist schon so.
Doch was wären wir ohne unserer Träume?      
madonna

 

 


 

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