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Katarina Cuellar / ariadna tagesrest PROSA Liebe und
Langeweile fiktive
antwort auf fiktiven brief
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Am nächsten Tag fand ich einen Offenen Brief an madonna im Forum, der mich etwas verstörte. Sie selbst blieb danach fast ein Jahr fern. Ich konnte mir keinen Vers darauf machen. Später erfuhr ich, daß sie in einer Ausbildung war und lange Zeit keinen eigenen Internetzugang hatte. Ich fand ariadna symphatisch , wurde aber nicht so richtig schlau aus ihr, stellte mir eine etwas kapriziöse, sehr belesene junge Frau vor. Ihre Belesenheit und die scheinbaren Leichtigkeit, mit der sie alles, aber auch alles, anging beeindruckte mich. Vor allem staunte ich über ihr unbefangenes Urteil in Bezug auf Texte. Sie schien sich niemals unsicher zu sein - ganz anders als ich damals. Dazu ihre Fertigkeit in drei Sprachen, Spanisch, Französisch und Englisch, und wie sie zwischen den Kulturen jonglierte, machte mich fast ein wenig neidisch. Ihr Texte waren ambitioniert, anspruchsvoll, ungewöhnlich, ihre Hingabe an die Literatur leidenschaftlich und ihre Meinung unverblümt direkt. Ich schlich um ihre Texte herum und traute mich anfangs nicht, etwas dazu zu sagen. Später bei unserer ersten realen Begegnung war ich erstaunt darüber, wie schüchtern sie auf mich wirkte obwohl wir inzwischen einen lebhaften Austausch gehabt hatten. - Die Schüchternheit hat sich gegeben. Wir haben einander seitdem mehrmals gesehen und gegenseitig besucht. Es ist eine Vertrautheit entstanden, die ich zu Beginn unserer Bekanntschaft nicht für möglich gehalten hätte. Auf den nächsten Seiten einige Gedichte und Erzählungen von ariadna. |
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